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Copy and Close: Die teuerste Lücke im Lead-Trichter sitzt nicht in der Anzeige

In diesem Unterforum dreht sich fast alles um die erste Zahl im Trichter: Klickpreis, Opt-in-Rate, Kosten pro Lead, welches Tool die Formulare am zuverlässigsten verarbeitet. Wer hier mitliest, kennt vermutlich jedes gängige Werkzeug zur Lead-Erfassung besser als die eigene Steuererklärung, von der Landingpage bis zur automatisierten Erinnerungsmail vor dem Termin. Die zweite Zahl, die am Ende tatsächlich über Umsatz oder Nullrunde entscheidet, taucht in den Threads hier auffällig selten auf – die Quote der Leads, die das erste Telefonat lebend übersteht. Genau darüber will ich schreiben, nicht über ein weiteres Tool, das drei Prozent mehr Klicks verspricht.

Nimm einen x-beliebigen Funnel für ein hochpreisiges Angebot, egal welches Formular-Tool oder welcher Kanal davorhängt: Von hundert Leads bucht grob über den Daumen nur eine Handvoll überhaupt einen Termin, der Rest verschwindet schon vor dem Kalender-Link wieder. Von den gebuchten Terminen taucht wieder nicht jeder auf, ein Teil sagt kurzfristig ab, ein anderer meldet sich einfach gar nicht mehr zurück. Ob der Lead über eine Anzeige, ein Freebie oder eine Empfehlung reinkommt, verändert diese erste Verlustquote spürbar, an der grundsätzlichen Reihenfolge danach aber nichts. Bis zu diesem Punkt ist alles reine Trichter-Mathematik, über die in diesem Board schon unzählige Threads geschrieben wurden, immer mit demselben Ziel: die Quote irgendwo zwischen Anzeige und Terminbuchung um ein paar Prozentpunkte zu verbessern.

Was in denselben Threads fast nie zur Sprache kommt: was mit den Leuten passiert, die es tatsächlich bis zum Telefon schaffen. Genau an dieser Stelle liegt der teuerste Teil des ganzen Trichters, weil hier kein Klickpreis mehr das Problem ist, sondern ausschließlich das Gespräch selbst. Ein Lead, der Anzeige, Formular und Terminbuchung überstanden hat und dann tatsächlich abhebt, ist in diesem einen Moment mit Abstand am wertvollsten – und genau in diesem einen Gespräch entscheidet sich, ob die gesamte Vorarbeit sich auszahlt oder ob der Lead verbrennt, kurz bevor er überhaupt eine echte Chance bekommen hat.

Cover des Ratgebers Copy & Close, Kapitel zum Verkaufsgespräch nach der Terminbuchung

Verbrannt wird ein Lead nur selten durch ein hartes Nein gleich zu Beginn. Häufiger reicht es schon, viel zu früh über das eigene Angebot zu reden, bevor überhaupt geklärt ist, wonach die Person am anderen Ende eigentlich sucht. Oder ein erster Einwand wird sofort mit einem Gegenargument abgebügelt, statt ihn stehen zu lassen und nachzufragen, was wirklich dahintersteckt. Genauso häufig fehlt schlicht eine Struktur für die ersten Minuten, sodass jedes Gespräch bei null anfängt, ganz unabhängig davon, was der Lead vorher schon auf der Seite oder im Freebie gelesen hat. Für all das braucht es weder schlechte Lead-Qualität noch einen zu hohen Preis, dafür reicht ein Gespräch ohne Struktur völlig aus. Hochgerechnet auf den gesamten Trichter ist der Verlust an genau dieser einen Stelle in vielen Fällen größer als alles, was sich vorne bei Klickpreis oder Opt-in-Rate noch herausholen lässt.

Wo sich die Rechnung wirklich lohnt

Genau an dieser einen Stelle im Trichter setzt Copy & Close an, unser eigener Ratgeber bei RatgeberPlatz.de – 155 Seiten zum Beruf des Closers, unter anderem mit einem Kapitel zu Bedarfsanalyse und Fragetechniken, dazu einem, das ein Verkaufsgespräch Schritt für Schritt durchgeht, von der ersten Frage bis zu der Sekunde, in der sich zeigt, ob aus dem Termin ein Abschluss wird. Dazu ein drittes Kapitel zur Einwandbehandlung, weil genau dort ein Großteil der eigentlich schon warmen Leads am Ende doch noch abspringt. Wer im Titel gezielt nach Copy and Close sucht, weil im eigenen Trichter genau an dieser Stelle die Leads verschwinden: Darum geht es in den Kapiteln, nicht um noch eine weitere Traffic-Quelle.

Nüchtern gerechnet bleibt trotzdem ein Rest, der sich nicht wegdiskutieren lässt: Kein Kapitel dreht einen Lead automatisch in einen Abschluss um. Bestenfalls sinkt die Verlustquote an dieser einen Stelle im Trichter, und wie stark, hängt allein von der Übung ab, nicht vom Lesen. Die ersten eigenen Telefonate laufen trotzdem holprig, komplett unabhängig davon, wie gut die Kapitel vorher saßen, und wer ein Nein grundsätzlich persönlich nimmt, wird an dieser Stelle im Trichter dauerhaft Leads verlieren, ganz gleich, was er vorher gelesen hat. Weder Job noch Umsatz verspricht der Ratgeber, das wäre bei einem spontanen Telefonat mit einer fremden Person ohnehin vermessen.

Kurzer Fakten-Check zur eigenen Rolle, bevor das hier missverständlich stehen bleibt: RatgeberPlatz.de ist unser eigenes Projekt, die Kapitel zu Copy & Close hat unsere eigene Redaktion geschrieben – hier schreibt also kein außenstehender Nutzer mit, der das Produkt gerade zum ersten Mal sieht, sondern jemand, der an genau diesen Kapiteln mitgeschrieben hat.

Wer nachrechnen will, was in den Kapiteln zum eigentlichen Gespräch tatsächlich steht, findet die komplette Übersicht direkt auf der Seite: Copy and Close nachlesen, als Sofort-Download und ohne Wartezeit auf dem Gerät, das gerade zur Hand ist.

Mich würde interessieren, wie genau ihr diese eine Stelle im eigenen Trichter überhaupt messt: Trackt ihr, wie viele gebuchte Termine am Telefon tatsächlich zu etwas führen, oder hört die Statistik bei den meisten von euch schon beim Kalender-Eintrag auf?